TRRÖÖÖÖÖÖÖTTT!!!!

Pünktlich alle 4 Jahre mutiere ich für einen Zeitraum von etwa 4 Wochen zum Fussballfan.Oder besser gesagt, zu einem Fan sämtlicher Spiele an denen die deutsche Mannschaft beteiligt ist.

Vielleicht ist sogar “Fan” das falsche Wort …., ich verputze beim sach- und fachkundigen Zuschauen weder bergeweise Chips noch feinstes Grillgut, auch die fussballtypischen Bierflaschen fehlen. Stattdessen genehmige ich mir – sozusagen als begleitende Futterdeko während des abendlichen Fernsehspektakels ein köstliches Glas Rotwein nebst des dazugehörenden Stücks erlesener Bitterschokolade.

Wie es sich für einen …., ich will es mal “punktuellen Fan” nennen …, gehört, kenne ich selbstredend zu Beginn einer jeden Fußballweltmeisterschaft die meisten Gesichter samt passender Namen der auf dem Rasen herumsprintenden Jungmänner NICHT, lerne sie jedoch dank meiner brillanten Auffassungsgabe binnen kürzester Zeit genauso kennen wie ihre jeweiligen Stärken und Schwächen. Spätestens nach dem zweiten aufmerksam verfolgten Spiel bin ich ein echter Experte mit nach oben offenem Kenntnisstand (Oliver K. sei Dank!).

Wie bei jedem anderen Fan explodiert auch meine Begeisterung unmittelbar nach jedem geschossenen Tor der deutschen Mannschaft – in meinem Fall äußert sich dies z.B. durch Wollknäuel, die ich schwungvoll und mit viel Effee ans Wohnzimmerfenster meines Nachbarn werfe um ihm dadurch zu demonstrieren, dass ich ebenjenen sensationellen Schuss gesehen habe! (Grundsätzlich bedankt er sich für meine Kommunikationsfreude durch spontanes Zurückwerfen meiner Wurfgeschosse oder aber auch mittels eines erfrischenden Spritzers aus dem Gartenschlauch … oder so)

Dieses Jahr jedoch ist alles anders! Genauer gesagt: lauter! Noch genauer gesagt: unerträglich laut!

Wie (fast?) jeder feinsinnige Mensch empfinde ich Dauerbeschallung ab … 60 (?) Dezibel als belästigend, ab ca. 80 Dezibel als Körperverletzung. Aus diesem Grund sieht man mich auch niemals bei Live-Konzerten irgendwelcher Musikgruppen – und falls doch, gaaaaaaaanz weit hinten und MIT Ohrstöpseln.

Dem nervtötenden Permanentgedröhne der “Vuvuzelas” entkommt man jedoch auch dann nicht, wenn man ganz weit hinten auf dem Sofa oder beim Public Viewing sitzt/steht. HILFE!!! Glücklicherweise sind die Lärmhupen hier und da bereits aus “Sicherheitsgründen” …. verboten.

Bei aller Toleranz für fremde Sitten und Gebräuche hoffe ich einfach mal, dass unser geliebtes Fußballfest in 4 Jahren in einem weit weniger krachliebenden Land ausgetragen wird. Dem uneingeschränkten Sinnesgenuss zuliebe!

Für diese Meisterschaft jedoch bleibt nur: Ohren zu und durch!

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Eine Antwort auf TRRÖÖÖÖÖÖÖTTT!!!!

  1. Marco sagt:

    Genau richtig! Nach der Erfindung der Gas-Fanfaren ist die Vuvuzelas das wohl schlimmste Instrument zur Bekämpfung des Spassfaktors am Fussball.

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