Kollektive Freude

Ein Phänomen: sämtliche sich sonst auf den Straßen tummelnden Menschen sind wie von einem unsichtbaren Magneten ferngesteuert plötzlich verschwunden … Nicht wirklich verschwunden, sie sind alle noch da – allerdings tummeln sie sich nicht mehr, sondern sitzen, mehr oder weniger schwarz-rot-gold-dekoriert, in Groß-, Mittel- und Kleingruppen zusammengepfercht vor drinnen und draußen aufgestellten Fernsehern und starren wie gebannt auf unzählige Mattscheiben.

FUSSBALL … was hat dieses – genau genommen – schlichte Spiel, was offenbar kein anderes Spiel hat?

Ist es womöglich gerade diese Schlichtheit, die es Jochen und Jutta Jedermann ermöglichen, sowohl Spielregeln als auch Spielstrategien, -aufstellungen, -züge etc. ruck-zuck zu verstehen und damit das wunderbar erhebende Gefühl vermitteln “ich kann das auch – und zwar sogar besser!”? (Ähnlich wie Autofahren)

Sind es die durchtrainierten attraktiven Jungmännerkörper, die a.) Männern die männliche Gewissheit verleihen, eben doch zum schöneren Geschlecht zu gehören und die b.) bei Frauen gewisse, tief im tiefsten Unterbewusstsein sitzende Sehnsüchte erzeugen?

Oder ist es ganz banal die Trägheit der Masse “alle gucken Fußball, also guck ich auch“, die diesen Run erzeugt?

Vollkommen Wurscht! Fußball ist in der Lage, kollektive Freude auszulösen – unabhängig von Status, Geldbeutel, Nationalität, Bildung, Alter und Geschlecht.
Und das ist einfach …. supersupersuper!

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